Ich bin wieder dahaaaa!
Und meine Knie haben bis zum letzten Meter gehalten.
Doch fangen wir vorne an:
Nach einem feudalen Mahl mit Pauls geliebtem Barbequegrill habe ich die letzte Gelegenheit für ein Bad in den nächsten 4 Tagen genutzt. Natürlich stilecht unter wolkenfreiem Sternenhimmel in der Open-Air-Badewanne von Manni. Das war schon echt mal was Neues in der Badewanne zu liegen, nach oben zu starren und die Milchstrasse zu sehen. Sehr nett. Werde ich mir in Düsseldorf wohl auch mal auf dem Balkon aufbauen.. ;-)

Am nächsten Tag ging es dann mit einer Gruppe von 8 Leuten los an der Browns Hut los.
Hier noch mal die
Karte zum Heaphy Track .

Von links nach recht:
Joeman, Ulrike, Caron, Mechthild, Paul und Sarah
Peter und Lesley
Dann gings los über Schwingbrücken und tiefgrünem Wald hoch auf 900 Meter. Insgesamt haben wir am ersten Tag 7 Stunden gewandert und haben dabei 21 km zurück gelegt. Die erste Pause gab es an der Aorere Shelter. Weiter gings bis zu diesem schönen Baum, an den Wanderer Ihre kaputt gelaufenen Schuhe heften können.

Die erste Übernachtung gabs in der Gouland Downs Hut, einer urigen kleinen Hütte mit einer Feuerstelle. Es wurde jeweils für die gesamte Truppe gekocht, so dass wir 3 unterschiedliche und richtig leckere Abendessen geniessen durften. Lesley und Paul waren als erste dran.

Ab dann ging es nicht mehr bergauf, und der längste Tag war geschafft. Nach einem kleine Abstecher zu einer kleinen Höhle mit Wasserfall gings dann weiter Richtung Saxon Hut. Das Wetter hatte sich verschlechtert und war zuerst nur nebelig bis es in einen leichten Nieselregen überging. Dank der hohen Luftfeuchtigkeit gab es aber massig richtig schönes grünes und weisses Moos zu bewundern.

Die zweite Übernachtung war dann in der James Mackay Hut. Die war zwar nicht so urig und wenig besucht wie die erste Hütte, dafür aber toilettentechnisch in deutlich besserem Zustand. Ja, sowas weiss man dann nach 2 Tagen auch zu schätzen..

Am nächsten Tag hatten sich dann alle Wolken verabschiedet und uns 2 sonnenreiche Wandertage beschert. Die Vegetation veränderte sich hier schon deutlich Richtung Dschungel.
Die Region nannte man übrigens Buller, und mit etwas Phantasie konnte man Gesichter oder halt Monster in dem Moos erkennen.. Buller people..

Die dritte übernachtung war schliesslich in der Heaphy Hut.

Hier wurden die Sandflies dann zu einer richtigen Plage. Die haben sich zu Hunderten auf einen gestürzt, was ich dank RIT, einer Anti-Mücken-Creme, zum Glück recht gut überlebt habe. Die Viecher sind echt noch lästiger als Finanzbeamte.. ;-)
Am letzten Tag gings dann weiter Richtung Kohaihai. Die Strecke ging fast ausschliesslich am Strand entlang und somit gab es eine Menge echt paradiesisch schöner Abschnitte. Wenn denn diese verfl**** Sandflies nicht wären...

Nach insgesamt 82 km sind wir dann nach 4 Tagen wieder in der Zivilisation angekommen und konnten nach einer kurzen Autofahren in unserem Hotel endlich duschen und ein Bier geniessen. Lecker..
Meine Knie haben prima gehalten und haben erst auf den letzten 2 km Ärger gemacht. Es sei ihnen nach diesem Trip verziehen. :D

Am nächsten Tag gings dann mit einem kleinen Flugzeug zurück über die Berge nach Motueka und dann dank June, die uns abgeholt hat, nach Ngatimoti zurück.